Dienstag, 12. Mai 2009

Achtjähriges Gymnasium kippen!

G8 ist das Stichwort für die Turbo-Abis mit
Freizeit-Killer-Garantie und Stressexplosion.
Flächendeckend sind sie inzwischen eingeführt und haben Protest von Schülerinnen und Schülern wie Eltern hervorgerufen.

Die Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat bei der Eröffnung der diesjährigen Bildungsmesse Didactica einer Abkehr von G8 oder auch Änderungen beim Turbo-Abi eine klare Absage erteilt.

Dazu erklärt Haimo Stiemer, Bundessprecher der Linksjugend ['solid]:

Jetzt aber schnell!

Die CDU-Bildungsministerin Annette Schavan ist dafür bekannt, Holzwege zu dreispurigen Autobahnen auszubauen. Das verkürzte G-8-Abitur frustriert und stresst nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch die LehrerInnen und Eltern. Denn die Umstellung in den Ländern erfolgte meist ohne eine Anpassung der Lehrpläne wie Stundentafeln.

Die Folge: Was vorher in 9 Schuljahre verpackt war, wurde in 8 Jahre gezwängt und führte zu mehr Belastungen und Leistungsdruck. In manchen Klassenstufen muss jetzt 36 Stunden die Woche gepaukt werden und es gibt auch Bildungsminister in den Ländern, die denken wieder laut über den Samstagsunterricht nach. Annette Schavan hat heute in ihrer Eröffnungsrede die Vertrauenskrise gegenüber dem deutschen Schulsystem bedauert. Gleichzeitig sperrt sie sich selbst gegen die kleinsten Nachbesserungen einer absolut widersinnigen Reform.

Der BundessprecherInnenrat ruft die Mitglieder der Linksjugend ['solid] auf, vor Ort die Proteste der SchülerInnenvertretungen gegen den G8-Stress zu unterstützen oder selbst aktiv zu werden.
G8 muss gekippt werden. Wir fordern Schulreformen, die die soziale Ungleichheit im Bildungssystem bekämpfen und nicht den ohnehin schon bestehenden Leistungsdruck noch erhöhen. Junge Menschen haben das Recht auf Freizeit und individuelle Förderung.

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