Dienstag, 12. Mai 2009

Nach der Prügel ins Versteck

Öffentlichkeitsarbeit machtfür die NPD mit speziellen, ganz eigenen Regeln. Dennoch benutzt die Partei gerne die Medien für ihre Ziele. Grundsätzlich wird bei allem, was Öffentlichkeitsarbeit angeht manipuliert. Auch bei anderen Parteien als legitimes Mittel angesehen, hat die Manipulation bei den Nazis eine besondere Qualität.

Grundsätzlich gilt, dass die Allgemeinheit nicht gerne über die Tätigkeiten der Partei informiert wird. Selbst wichtige Veranstaltungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, wie ein Auszug von der Homepage der NPD Nordfriesland zeigt: " Am heutigen Tag führte der Kreisverband Nordfriesland seine ordentliche Hauptversammlung mit dem Schwerpunkt Kommunalwahl im Kreis Nordfriesland unter Ausschluss der Öffentlichkeit durch."
Auch die Antifa in Nordfriesland weiß zu berichten, dass monatliche Stammtische und andere Veranstaltungen in der Regel geheim abgehalten werden.

Ganz augenscheinlich wollen Nazis unter sich bleiben. Von der Presse scheinen sie sich bedroht zu fühlen. Von Pressefreiheit wollen sie nichts wissen. Wie aggressiv sie einerseits gegenüber JournalitInnen sind, wie sehr sie sie aber auch benötigen zeigt das folgende Video .

Obwohl das rechte "Fußvolk" die Pressefreiheit kein bisschen achtet und ein Feindbild zur Presse aufbaut, wird diese gerne benützt, um zu manipulieren. Ein besonderes "Highlight" soll hierfür als Beispiel dienen - die "kritischen Nachrichten", die die NPD auf ihrer Homepage als Video anbietet.
Interviews werden gegeben und zur Manipulation genutzt. Bei Demomstrationen, Versammlungen und ähnlichem werden gerne publikumswirksame Aktionen durchgeführt. Besonders beliebt war es bislang sich bei Demonstrationen als Biedermänner zu präsentieren.

Seit dem 1. Mai 2008 gibt es eine neue Qualität. Diesmal durfte die Gewalt auch von rechts ausgehen. Die Nazi-Oberen taten nicht nur nichts dagegen, sie heizten die Stimmung noch an. Es stellt sich die Frage, ob sich die NPD und die freien Kameradschaften schon so stark wähnen, dass sie versuchen wieder einen "braunen Terror" auszuüben.
Auch in Kiel hatten Faschisten im Vorfeld zur Kommunalwahl versucht Druck auszuüben. Tätliche Übergriffe auf Migranten und eingeworfene Fenster bei Kindereinrichtungen, Wohnungen und einen Buchladen erinnerten entfernt an die Reichskristallnacht.

Darum: Kein Kreuz fürs Hakenkreuz und keinen Fußbreit Raum den Nazis!

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