Auch lange nach dem NS-Regime taten sich Nordfriesen damit hervor, dass sie Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund ausübten. Einer der Straftäter steht auf der Kandidatenliste der NPD für die Kreistagswahl. Hier eine Auswahl der faschistischen Umtriebe:
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Im Jahre 1970 ermittelte die Husumer Kriminalpolizei, weil mehrfach mehrere öffentliche Gebäude mit NS-Parolen beschmiert worden waren. Unbekannte Täter hatten Parolen wie "Juden raus", "Zyklon B für den Jud" oder "Trotz Verbot nicht tot" an die Wände gekritzelt und die Parolen mit Hakenkreuzen, Judensternen und Galgen bekräftigt. Betroffen waren das "Haus der Jugend", das Gewerkschaftshauses des DGB, die AOK, die Technikerschule und die Knaben-Gelehrtenschule.
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Ende 1978 stahlen Mitglieder einer militanten NS-Gruppe, die sich "Wehrwolf Deutsches Reich" nannte, streng geheime Nato-Papiere aus einem britischen Militärfahrzeug. . Ihr "Hauptquartier" hatten die Nazis auf einem Bauernhof auf Eiderstedt, der dem damaligen Vorsitzenden der NPD gehörte. Den Safe, in dem die TOP SECRET-Dokumente aufbewahrt worden waren, brachen sie auf und warfen ihn anschließend in die Eider. Mit den Papieren versuchten die Mitglieder der verbotenen NSDAP/AO (Aufbauorganisation) den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß freizupressen. Als niemand auf die Erpressung einging, versteckte die Gruppe die Papiere hinter den Kacheln im Waschraum.
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Am 28. März 1979 wurden sechs Männer verhaftet, die der Gruppe "Wehrwolf Deutsches Reich" zuzuordnen waren. Zwei der Männer kamen aus dem Raum Schleswig-Flensburg, vier waren in Nordfriesland wohnhaft. Dort war auch der Treffpunkt, der "Hof Schrapenbüll", der dem damaligen NPD-Vorsitzenden in NF gehörte. Hier wurden bei der Verhaftung neben Propagandamaterial auch Waffen und Sprengsätze gefunden. Die Hamburger Zeitung "MoPo" berichtete damals: "Die Gruppe soll nach Angaben eines Überläufers (der auch die Polizeiaktion ausgelöst hat) insgesamt zehn Personen stark gewesen sein. (...) seien für die nahe Zukunft Banküberfälle und ein Brandanschlag mit Benzin und Propangas auf die Hamburger Freimaurerloge in der Morweidenstraße (Hamburg, Anm. d. Verfassers) geplant gewesen."
Erschreckend: Einer der Verhafteten, der schließlich auch verurteilt wurde, war Jürgen Töppke aus Tönning. Aufgrund seines Alters - er war zur Tatzeit noch unter 21 Jahren und wurde deshalb nach Jugendstrafrecht verurteilt - kam mit einer relativ geringen Strafe davon. Er gehörte zu den KandidatInnen, die zur Kreistagswahl 2008 antraten, stand auf Listenplatz fünf.
Quellen: antifa, Hamburger Morgenpost vom 30. März 1979
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