Die Situation der Arbeiterschaft ist alarmierend schlecht.
Der Leistungsdruck im Job ist in den letzten Jahren durch die neoliberale Politik dramatisch angestiegen.
Schwächung der Gewerkschaften durch gesetzliche Regelungen, Lockerung des Kündigungsschutzes, Privatisierung, Angst vor Hartz 4, Lohndumping, Leiharbeit und steigende Arbeitszeit bei sinkendem Gehalt machen die Lage der Arbeiter immer schlechter und nach Aussagen der IG Metall wird nur jeder zweite bis zur Rente mit 67 arbeiten können.
„Angst stellt ruhig, Angst frisst auf"
(Herbert Grönemeyer)
Auf dem Arbeitsmarkt wird fast nur noch auf Leistung geschaut und das Menschliche bleibt auf der Strecke. Die hohe Arbeitslosenzahl nutzen die Arbeitgeber aus, um einen höheren Druck auf die Arbeiter zu machen, indem sie damit drohen, sie gegen billigere Arbeiter auszutauschen und somit werden Löhne und Arbeitsbedingungen immer schlechter.
„Für den Kapitalismus ist Profit alles und der Mensch ein Dreck“
(Ulrike Meinhof)
Die Arbeiter werden dazu gedrängt mehr zu leisten und fallen oft in ein so genanntes „Durchhaltesyndrom“ welches bereits 2,5 Mio. Arbeiter allein in Deutschland im Burnout enden lassen hat (Die Zeit). Jährlich werden in der ganzen Welt 270 Millionen Arbeitnehmer Opfer eines Arbeitsunfalls, 160 Millionen ziehen sich eine Berufskrankheit zu, mehr als 2 Millionen Menschen sterben während der Arbeit, dies sind drei mal so viele wie 2001 bei Kriegen starben laut der Internationalen Arbeiterorganisation (ILO). Nach einer Umfrage der IG-Metall sind nur 13% aller Beschäftigten mit ihrer Arbeit zufrieden.
„Das Sein bestimmt das Bewusstsein“
(Karl Marx)
Doch was kann man gegen so eine Ungerechtigkeit tun, besonders als einzelne Person?
„Das Sein bestimmt das Bewusstsein" so hatte es einst Karl Marx (Ökonom) gesagt und so sollten wir uns alle bewusst sein, dass wir in einer Demokratie leben und somit jeder ein Teil des Staates ist und jeder eine Stimme hat, und diese auch gebrauchen sollte.
Es ist besonders wichtig, sich in Gewerkschaften zu organisieren, damit man vor Ausbeutung und schlechten Arbeitsbedingungen besser geschützt ist. Außerdem ist es dann leichter, einen Betriebsrat zu gründen und man ist bei Streiks wesentlich besser abgesichert.
Doch nicht nur bei der Arbeit, sondern auch in der Gesellschaft und in der Politik wird über lebensnotwendige und weltweite Verhältnisse entscheiden.
„Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“
(Rio Reiser)
Es ist nicht nur wichtig sich zu fragen in was für einer Gesellschaft man leben will, sondern auch, dass man es selbst vorbildlich umsetzt getreu den Motto ,,Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“. Dort ist ein Umdenken notwendig und besonders ein stärkeres politisches und gesellschaftliches Interesse, das allerdings auch durch bessere Angebote erhöht werden muss.
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